Kartons auf Palette stapeln
Die kurze Antwort: Kartons werden so gestapelt, dass jede Lage gleichmäßig aufliegt, das Gewicht möglichst gleich verteilt ist und Höhe wie Masse den sicheren Transport nicht behindern. In der Praxis heißt das, das Muster an Kartonmaß, Palettentyp und Art der Sicherung anzupassen.
Ein Muster für alle Fälle gibt es nicht. Dieselbe Verpackung kann auf einer EUR / EPAL 1 anders liegen wollen als auf 1200 × 1000 mm oder auf einer Halbpalette.
Das Muster zu Palette und Karton wählen
Eine gute Anordnung beginnt beim Träger, nicht beim Karton. Ein Grundriss von 1200 × 1000 mm kann zu einer gekennzeichneten EPAL 2 gehören oder zu einer günstigeren Bauweise mit ganz anderer Tragfähigkeit - der Unterschied steht im Beitrag zur Industriepalette.
Danach steuern drei Größen die Anordnung: Palettenmaß, Kartonmaß und zulässige Höhe der ganzen Ladung. Erst dann lässt sich zwischen Säulenmuster, Lagenverband und Mischform entscheiden.
Regeln, die die Ladung stabil machen
Eine stabile Palette beginnt mit einer ebenen Basis. Kartons sollten nicht unkontrolliert über die Kante ragen - jeder Überstand erhöht das Risiko, dass Lagen bei Fahrt, Umschlag oder Bremsung verrutschen. Verlangt das Muster es, ändern Sie lieber die Ausrichtung des Kartons, als eine ungestützte Ecke zu lassen.
Schwerere Verpackungen nach unten, leichtere nach oben. Halten Sie die Lagen so eben wie möglich, denn eine unebene Fläche lässt Kartons wandern. Zwischenlagen aus Karton stabilisieren, besonders bei glatten Oberflächen. Stretchfolie, Umreifung und Kantenschutz senken danach das Risiko von Kantenschäden.
- Bauen Sie die erste Lage so voll und so eben wie möglich.
- Prüfen Sie, ob die folgenden Lagen gegenüber der Basis auswandern.
- Kontrollieren Sie, ob die Sicherung die Ladung nicht so presst, dass sie sich verformt.
Drei durchgerechnete Lagenmuster
Muster 1 - Karton 400 × 300 mm auf EUR / EPAL 1. Lange Seite quer zur Palette, dann fasst eine Reihe 4 Stück (4 × 300 mm = 1200 mm), und die Breite von 800 mm nimmt 2 Reihen zu 400 mm. Die Lage zählt 8 Kartons bei voller Abdeckung.
Muster 2 - Karton 600 × 400 mm auf derselben Palette. Zwei Kartons längs (2 × 600 mm = 1200 mm) und zwei Reihen quer (2 × 400 mm = 800 mm) ergeben 4 Stück je Lage, ebenfalls mit voller Abdeckung.
Muster 3 - derselbe Karton 600 × 400 mm auf 1200 × 1000 mm. Drei Kartons mit der kurzen Seite längs (3 × 400 mm = 1200 mm) füllen ein 600 mm tiefes Band, im verbleibenden Band von 1200 × 400 mm liegen 2 weitere gedreht. Die gemischte Lage zählt 5 Kartons - genau deshalb kann das Drehen eines Teils der Lage ein ganzes Stück hinzufügen.
| Palettenformat | Grundmaß | Wie man über das Muster nachdenkt |
|---|---|---|
| EUR / EPAL 1 | 1200 × 800 mm | Guter Ausgangspunkt für Säulen- oder Mischmuster, je nach Kartonmaß |
| EPAL 2 | 1200 × 1000 mm | Der größere Grundriss gibt mehr Freiheit in der Basislage - Höhe und Gewicht im Blick behalten |
| EUR 3 | 1000 × 1200 mm | Nützlich, wenn der Karton gedreht zur langen Seite besser aufgeht |
| EUR 6 / EPAL 7 | 800 × 600 mm | Für kleinere Einheiten, bei denen die volle Lagenabdeckung zählt |
Wie viele Kartons passen drauf?
Ohne Verpackungsmaße gibt es keine ehrliche Zahl. Kartonmaß, Drehung in der Lage, Lagenzahl und zulässige Ladehöhe entscheiden. Aus den Mustern oben: dieselbe EUR / EPAL 1 nimmt 8 Kartons zu 400 × 300 mm oder 4 zu 600 × 400 mm je Lage, über fünf Lagen also 40 oder 20 Stück.
Die Lagenzahl begrenzt nicht die Geometrie, sondern Gewicht und Verpackungsfestigkeit. Bei 15 kg je Karton sind fünf Lagen zu 8 Stück bereits 600 kg - noch deutlich unter der Arbeitslast von 1500 kg, aber die unteren Lagen tragen alles darüber. Die vollständige Methode steht in wie viele Kartons auf eine Palette passen.
Die häufigsten Fehler
Ungleichmäßige Lagen zuerst - sie lassen Kartons verrutschen und schwächen die ganze Palette. Zweitens schlechte Gewichtsverteilung: liegt die Masse auf einer Seite, verliert die Palette schnell an Standfestigkeit. Drittens fehlender Kanten- und Lagenschutz, was bei hohen Ladungen und mehreren Umschlagpunkten am meisten wiegt.
- Keine zufälligen Hohlräume im Stapel, wenn sie die Basislage schwächen.
- Die Palette nicht höher bauen, nur um mehr Kartons unterzubringen.
- Nicht annehmen, ein Muster passe zu jedem Kartonformat.
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