Ladeplan erstellen
Ein guter Ladeplan entsteht bevor die Ware an der Rampe steht. Zuerst die Ladeeinheiten beschreiben, dann die Grenzen des Raums und die Arbeitsreihenfolge festlegen, dann die möglichen Anordnungen vergleichen. Dass auf der Zeichnung alles hineinpasst, macht eine Variante noch nicht ausführbar.
Womit anfangen
Mit dem Zweck der Sendung. Eine einheitliche Kartonpartie plant sich anders als mehrere Verpackungsarten, und wieder anders als fertige Paletten, die in bestimmter Reihenfolge zu Empfängern müssen. Teilen Sie die Ware in Gruppen mit gemeinsamen Merkmalen und mitteln Sie die Daten nicht, nur um schneller rechnen zu können.
Notieren Sie je Gruppe, was sich beim Stapeln ändern darf. Darf das Packstück gedreht werden? Darf eine weitere Lage darauf? Muss eine Einheit beim ersten Halt zugänglich bleiben? Solche Einschränkungen sieben die sinnvollen Varianten früher aus als das Bodenmaß.
Welche Daten Sie sammeln
| Daten | Was festzulegen ist | Wirkung auf den Plan |
|---|---|---|
| Außenmaße | Länge, Breite und Höhe je Gruppe | Bestimmen mögliche Ausrichtungen und belegten Raum |
| Gewicht | Je Stück, je Palette oder je Gruppe | Steuert Reihenfolge, Stapelung und Lastkontrolle |
| Stückzahl | Wie viele Einheiten je Format mitfahren | Zeigt, ob eine Variante die ganze Sendung abdeckt |
| Einschränkungen | Drehen, Stapeln, Druckempfindlichkeit, nötiger Zugang | Scheiden Anordnungen aus, die nur geometrisch stimmen |
| Raum | Nutzmaße, Öffnungen, Sperrflächen, Platz für die Sicherung | Legt den realen statt den katalogmäßigen Arbeitsraum fest |
Ein Arbeitsbeispiel: acht Kartons 600 × 400 × 300 mm zu je 12 kg plus vier Kartons 400 × 300 × 250 mm zu je 6 kg. Vor jedem Ergebnis sind zulässige Drehungen, die Frage, ob die kleineren auf den größeren stehen dürfen, die Lagengewichte, der Zugang zu beiden Gruppen und der Platz für die Sicherung zu klären.
Laderaum und sinnvolle Annahmen
Dieselben Einheiten können auf einer Palette, im Auflieger und im Container unterschiedliche Anordnungen verlangen. Schreiben Sie die Nutzmaße des konkreten Raums in den Plan, nicht nur den Fahrzeugnamen. Berücksichtigen Sie, was Platz frisst: Radkästen, Rungen, die Türöffnung, Sperrflächen und die Reserve für die Ladungssicherung. Die Zählregeln je Fahrzeugtyp sammelt die Kategorie Fahrzeugbeladung.
Jedes Ergebnis sollte seine Annahmen sichtbar mitführen. Ändern sich Palettenformat, Ausrichtung, Stapelmöglichkeit oder Laderaum, ist die Rechnung zu wiederholen.
Ladereihenfolge und harte Einschränkungen
Die Reihenfolge folgt nicht allein dem Gewicht. Sie muss Ladereihenfolge, Entladereihenfolge, Empfindlichkeit der Ware und sicheren Zugang verbinden. Schwerere Verpackungen bilden meist die stabilere Basis, dürfen aber keine Partie blockieren, die früher raus soll.
- Geometrieprüfung von Gewichts- und Stabilitätsprüfung trennen.
- Bewerten, ob jede geplante Lage die darüber tragen kann.
- Einheiten, die zuerst raus müssen, erreichbar halten.
- Platz für Gurte, Kantenschutz und Antirutschmatten lassen.
Varianten vergleichen
Zwei Anordnungen, die beide „passen", sind nicht gleich gut. Vergleichen Sie nach Füllgrad, danach wie viel Platz in nutzbaren Blöcken statt verstreuten Lücken bleibt, nach der Gewichtsverteilung über die Länge und danach, wie viele Handgriffe die Entladereihenfolge kostet.
Die häufigsten Fehler
Daten über Gruppen mitteln, um schneller zu einer Zahl zu kommen. Mit Katalogmaßen statt Nutzmaßen planen. Die Ladereihenfolge allein aus dem Gewicht ableiten. Und einen geometrischen Treffer für einen fertigen Plan halten.
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