Lkw und Container richtig beladen
Eine sauber geplante Ladung bedeutet weniger Fahrten, niedrigere Transportkosten pro Einheit und weniger Schäden. Dieser Ratgeber zeigt, wie viele Paletten in Sattelauflieger und Container passen, wie das Gewicht auf die Achsen verteilt wird und wie Leerraum im Laderaum verschwindet.
Wie viele Paletten passen in einen Sattelauflieger?
Ein typischer Curtainsider hat einen Laderaum von rund 13,6 m Länge × 2,45 m Breite. Damit ergeben sich folgende Anordnungen:
| Anordnung der Europaletten | Anzahl auf dem Boden |
|---|---|
| Längs (1200 mm in Fahrtrichtung) | ca. 33 Europaletten |
| Quer (800 mm in Fahrtrichtung) | ca. 33-34 Europaletten |
| Industriepaletten 1200×1000 | ca. 26 Paletten |
Erlauben Höhe und Gewicht der Ware eine doppelte Stapelung, verdoppelt sich die Zahl der Stellplätze - das ist der einfachste Hebel für eine bessere Auslastung. Ein Jumbo-Zug kommt dank größerer Innenhöhe und zweier Ladeeinheiten auf 37-38 Europaletten.
Wie viele Paletten passen in einen Container?
| Container | Europaletten | Paletten 1200×1000 |
|---|---|---|
| 20′ (ca. 5,9 × 2,35 m) | ca. 11 | ca. 9-10 |
| 40′ (ca. 12,0 × 2,35 m) | ca. 23-24 | ca. 20-21 |
Der Engpass im Container ist die Breite von 2,35 m - zwei längs gestellte Europaletten (2 × 800 mm) lassen einen freien Streifen, den man mit loser Ware füllen sollte. Alle Innenmaße stehen im Beitrag zu den Seecontainer-Maßen.
Gewichtsverteilung auf die Achsen
Die Palettenzahl allein reicht nicht - entscheidend ist auch, wo die schwere Ware steht:
- Schwere Paletten in die Mitte und über die Achsen, leichte an die Enden.
- Masse nicht auf einer Seite konzentrieren - sonst wird die zulässige Achslast überschritten, obwohl das Gesamtgewicht passt.
- Im Container das Gewicht gleichmäßig über die gesamte Länge verteilen; einseitig beladene Container werden im Hafen zurückgewiesen.
- Die Ladung anschließend nach VDI 2700 sichern - eine korrekt verteilte, aber ungesicherte Ladung verrutscht bei der ersten Vollbremsung.
So bleibt kein Leerraum
- Größen bewusst mischen - Großes und Schweres nach unten, Kleines füllt Lücken und obere Lagen.
- Reststreifen nutzen - lose Packstücke statt Luft entlang der Breite.
- Doppelstapelung einplanen, wo Ware und Höhe es zulassen.
- Erst rechnen, dann laden - eine 3D-Simulation zeigt Leerräume, bevor sie an der Rampe auffallen.
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