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Lademeter in kg umrechnen: wie viel wiegt ein Lademeter?

Fahrzeugbeladung · ca. 5 Min. Lesezeit · Veröffentlicht: 8. Aug. 2026 · Aktualisiert: 8. Aug. 2026

Ein Lademeter bedeutet bei den meisten Frachtführern 1750 kg. Nicht weil ein Meter Boden so viel wiegt, sondern weil sich die Nutzlast des Fahrzeugs so auf seine Länge verteilt. Wiegt Ihre Sendung mehr, wird sie nach Gewicht statt nach belegter Fläche abgerechnet - und die Rechnung fällt höher aus, als der Lademeter-Rechner angezeigt hat.

Diese eine Zahl erklärt die meisten Überraschungen bei der Stückgutabrechnung. Im Folgenden: woher sie kommt, wie Sie erkennen, welches der beiden Limits bei Ihnen greift, und warum Lademeter allein erst die halbe Antwort sind.

Woher die 1750 kg je Lademeter stammen

Der Faktor beschreibt nichts an der Ware. Er entsteht, indem man teilt, was das Fahrzeug tragen darf, durch das, was es an Länge hat. Ein Standardauflieger bietet 13,6 m Laderaum, also 13,6 LDM, und ein 40-Tonnen-Zug nimmt üblicherweise rund 24 Tonnen Ladung mit. Daraus folgt:

24 000 kg / 13,6 LDM = etwa 1765 kg je Lademeter.

Frachtführer runden auf 1750 kg ab, um Spielraum für Palettengewicht, Ladungssicherung und Unterschiede in der Zugmaschinen-Tara zu behalten. Dahinter steht keine Vorschrift und keine Norm - es ist eine Handelskonvention, die sich so weit durchgesetzt hat, dass die meisten Stückguttarife stillschweigend darauf aufbauen.

Die Folge ist einfach: 1 LDM = 1750 kg ist eine Aussage über eine Preisliste, nicht über Physik. Dieselbe Sendung kann bei zwei Frachtführern unterschiedlich abgerechnet werden, obwohl sie exakt gleich viel Boden belegt.

Abgerechnet wird der größere von zwei Werten

Im Stückgut gelten zwei Limits gleichzeitig - Fläche und Gewicht - und bezahlt wird das höhere. Die Rechnung sieht so aus:

Abzurechnende LDM = der größere Wert aus: belegte Lademeter oder Bruttogewicht / 1750.

Der erste Wert beschreibt, wie viel Boden Sie blockieren. Der zweite, wie viel Nutzlast Sie den anderen wegnehmen. Der Frachtführer verliert an beidem, also stellt er das Limit in Rechnung, das Sie zuerst ausschöpfen. Zwei Beispiele mit denselben zwei Europaletten:

Der Unterschied zwischen beiden Sendungen beträgt fast 0,6 Lademeter auf der Rechnung, obwohl sie auf einem Foto von der Rampe identisch aussehen. Deshalb reicht „wie viel belege ich" für eine Kalkulation nie aus.

Wie schwer die Ladung werden darf, bevor das Gewicht zählt

Die Grenze ist das Produkt aus belegten Lademetern und Faktor. Unten die Werte für die häufigsten Formate bei 1750 kg je LDM, Gewicht brutto - Ladungsträger und Sicherung eingerechnet.

LadeeinheitBelegte LDMGrenzgewicht
Europalette 1200 × 800 mm0,4 LDM700 kg
Industriepalette 1200 × 1000 mm0,5 LDM875 kg
Halbpalette 800 × 600 mm0,2 LDM350 kg
33 Europaletten13,2 LDM23 100 kg
Voller Auflieger 13,6 m13,6 LDM23 800 kg

Zu lesen ist das so: Solange eine Europalette weniger als 700 kg brutto wiegt, zahlen Sie für 0,4 LDM. Über 700 kg zahlen Sie für das Gewicht, und jede weiteren 1750 kg sind ein zusätzlicher Lademeter - unabhängig davon, dass die Palette weiterhin auf denselben 0,96 m² steht.

Die letzte Zeile zeigt, warum der Faktor genau dort liegt: Ein bis zur Gewichtsgrenze beladener Auflieger landet bei 23 800 kg und passt damit mit kleinem Puffer in die übliche Nutzlast.

Wenn der Faktor nicht 1750 kg beträgt

Da die Zahl aus der Nutzlast stammt, verschiebt sie sich mit ihr. In Tarifen finden sich mindestens drei Varianten, und es lohnt sich zu prüfen, welche gilt, bevor Sie selbst rechnen:

Ein Mega-Auflieger ändert daran nichts. Er ist höher und fasst mehr Volumen, aber der Boden bleibt bei 13,6 m, und die Nutzlast kann durch die schwerere Bauweise sogar etwas niedriger liegen. Weder Lademeter noch Faktor bewegen sich.

Bruttogewicht, nicht Warengewicht

Es zählt die Masse der gesamten Ladeeinheit: Ware, Verpackung, Ladungsträger und Sicherung. Eine leere Europalette wiegt rund 25 kg, eine Industriepalette EPAL 2 etwa 35 kg. Bei dreiunddreißig Europaletten kommen allein die Träger auf 825 kg - fast ein halber Lademeter, bevor überhaupt gepackt wird. Die Werte je Format haben wir im Artikel dazu gesammelt, wie viel eine Europalette wiegt.

Wenn Sie das Gewicht aus einer Packliste nehmen, prüfen Sie, ob die Positionen brutto und nicht netto angegeben sind. Bei leichter Ware in schwerer Verpackung kann der Unterschied eine ganze Sendung von der Flächen- in die Gewichtsabrechnung schieben.

So prüfen Sie es vor der Anfrage

Die Reihenfolge ist immer dieselbe und in wenigen Minuten erledigt:

  1. Ermitteln Sie die belegten Lademeter aus der tatsächlichen Anordnung, nicht aus der Summe der Palettengrundflächen - eine unvollständige letzte Reihe und gedrehte Paletten verändern das Ergebnis.
  2. Addieren Sie das Bruttogewicht aller Einheiten samt Ladungsträgern.
  3. Teilen Sie das Gewicht durch den Faktor aus dem Tarif, meist 1750 kg.
  4. Nehmen Sie den größeren der beiden Werte - er steht später im Auftrag.

Der erste Schritt geht am leichtesten daneben, weil er eine angeordnete Ladung verlangt und nicht bloß eine Summe. Pallet3D zeigt die Lademeter direkt in den Ergebnisleisten von Palette und Auflieger, berechnet aus der tatsächlich belegten Fläche; eine kurze Vorstellung finden Sie auf der Seite Lademeter-Rechner. Die Formel selbst und eine Umrechnungstabelle für die Palettenformate stehen im Ratgeber Lademeter (LDM) berechnen.

Der Rest ist ein Gespräch mit dem Frachtführer. Faktor, Mindestsatz und die Art der Lademeter-Rundung sind Vertragsgrößen, deshalb können zwei Angebote mit gleichem Preis je LDM für dieselbe Sendung unterschiedliche Beträge ergeben. Danach fragt man besser, bevor man vergleicht.

Häufige Fragen

Wie viele Kilogramm sind ein Lademeter?

Meist 1750 kg. Das ist keine Norm, sondern eine Handelskonvention aus der Division der Nutzlast durch die Länge: 24 Tonnen auf 13,6 Lademeter ergeben rund 1765 kg, und Spediteure runden ab. Manche Tarife rechnen mit 1500 kg, bei schweren Gütern trifft man 1850 oder 2000 kg - der Faktor steht im Vertrag, nicht im Gesetz.

Zahle ich für die Fläche oder für das Gewicht?

Für das, was teurer ist. Der Frachtführer nimmt den größeren von zwei Werten: die tatsächlich belegten Lademeter und das Bruttogewicht geteilt durch den Faktor. Zwei Europaletten zu je 300 kg belegen 0,8 LDM, aus dem Gewicht folgen 0,34 - abgerechnet werden 0,8. Dieselben Paletten zu je 1200 kg ergeben aus dem Gewicht 1,37 LDM, und dieser Wert steht auf der Rechnung.

Wie schwer darf eine Europalette sein, um in ihren Lademetern zu bleiben?

Eine Europalette belegt 0,4 LDM, bei 1750 kg je Meter bleibt sie also bis 700 kg brutto darin. Eine Industriepalette mit 1200 × 1000 mm sind 0,5 LDM, also 875 kg. Darüber wechselt die Abrechnung auf das Gewicht und die belegte Fläche spielt keine Rolle mehr.

Lademeter Ihrer Sendung berechnen

Ordnen Sie die Paletten in 3D an und lesen Sie die belegten Lademeter in der Ergebnisleiste ab - danach bleibt nur der Vergleich mit dem Bruttogewicht. Die Demo läuft im Browser, ohne Konto.

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