Zum Inhalt

Optimierung der Transportkosten: Wege zur besseren Ausnutzung des Laderaums

Erfahre, wie Paletten und die Raumausnutzung unter Berücksichtigung von Masse, Stabilität und Entladefolge geplant werden.

Erfasse zunächst die versandbegrenzenden Daten: Masse, Außenmaße, Stapelbarkeit und Lieferreihenfolge. Die Gesamtkosten hängen von diesen Parametern, dem verfügbaren Raum, der Route sowie dem Leistungsumfang ab; eine bessere Ausnutzung der Bodenfläche bedeutet nicht automatisch Einsparungen. Vergleiche die Gesamtkosten der Durchführung derselben Sendung und prüfe, ob die vorgeschlagene Anordnung stabil bleibt und innerhalb der Masse- und Achslastgrenzen liegt.

In diesem Artikel

  • Ein Ladeplan erfordert aktuelle Daten zu Abmessungen, Masse, Anzahl und Stapelbarkeit der Verpackungen.
  • Das Palettenformat verändert die möglichen Kartonorientierungen und die Anordnung der gesamten Ladeeinheit.
  • Das Transportmittel wird nach Geometrie, Masse, Lieferabwicklung und Beladebedingungen ausgewählt, nicht nur nach der Tragfähigkeit.
  • Freier Raum kann nur genutzt werden, nachdem Stabilität, Zugriff auf die Ware und Sicherung geprüft wurden.
  • Der Vergleich von Varianten sollte die Gesamtkosten umfassen und nicht nur den Grad der Raumausnutzung.

Womit die Analyse der Transportkosten beginnen sollte

Die Analyse der Transportkosten sollte mit den Daten zu jeder Art von Ladung beginnen: Länge, Breite, Höhe, Masse, Stückzahl, Möglichkeit des Drehens sowie Stapelbarkeit. Bei Mischsendungen ist es sinnvoll, diese Daten für jeden Karton- oder Rollentyp getrennt zu erfassen. Die bloße Anzahl der Verpackungen erlaubt keine Feststellung, wie viele Paletten entstehen oder wie die Ware den Raum im Sattelauflieger, Container oder Transporter einnimmt.

Berechne die belegte Bodenlänge beim Angebotsvergleich mit dem Lademeter-Rechner. Weitere praktische Beispiele findest du im Ratgeber FTL oder LTL? Komplettladungs-, Stückgut- und Beiladungstransport – wann lohnt sich was?.

Bei der Kostenoptimierung in der Logistik muss die Massengrenze von der Raumgrenze getrennt werden. Eine Ladung kann noch Massereserve lassen, sich aber aufgrund ihrer Höhe, ihrer Grundfläche oder ihrer unregelmäßigen Abmessungen nicht in eine praktikable Anordnung einfügen. In einer anderen Sendung kann zwar Raum verfügbar sein, doch weiteres Zuladen ist durch Masse, Lastverteilung oder Anforderungen an die Sicherung ausgeschlossen.

Für den Vergleich von Varianten sind außerdem Daten zum geplanten Transportmittel, zu Umschlagpunkten und zur Lieferreihenfolge erforderlich. Ein solcher Satz ermöglicht es zu beurteilen, ob eine Änderung der Verpackungsorientierung, des Palettenformats oder der Anordnung der Ladeeinheiten gerechtfertigt ist. Das ist ein praktischer Ausgangspunkt für die Transportoptimierung sowie für die Planung des innerbetrieblichen Transports zwischen Lager, Produktion und Versandbereich.

Bessere Ausnutzung des Raums beginnt mit der richtigen Palettierung

Das Stapeln von Kartons auf einer Palette sollte auf den Abmessungen und der Masse der Verpackungen basieren und nicht auf der Stückzahl. Die Aufstandsfläche des Kartons, seine Höhe, die zulässige Orientierung, die Möglichkeit weiterer Lagen sowie die Gewichtsverteilung in der Ladeeinheit müssen geprüft werden. Eine Anordnung, die mehr Verpackungen fasst, kann für die Durchführung ungeeignet sein, wenn sie die Stabilität verschlechtert, die Stapelbarkeit überschreitet oder die Warensicherung erschwert.

Das Palettenformat bestimmt die Fläche, auf der die Anordnung entsteht. Die folgende Tabelle zeigt ausgewählte Grundflächenmaße, die bei der Ladeplanung verwendet werden.

PalettenformatGrundflächenmaße
EPAL 11200 x 800 mm (Quelle: EPAL)
EUR 21200 x 1000 mm (Quelle: EPAL)
EUR 31000 x 1200 mm (Quelle: EPAL)
EUR 6800 x 600 mm (Quelle: EPAL)
EPAL 7800 x 600 mm (Quelle: EPAL)

Eine Änderung des Palettenformats kann die Anzahl der Kartons pro Lage, die Anzahl der Lagen und die Anordnung der Paletten im Fahrzeug verändern. Man sollte jedoch nicht annehmen, dass die Grundfläche allein alle Eigenschaften einer Ladeeinheit beschreibt. Die Bezeichnung „Industriepalette“ bezieht sich auf eine Einsatzkategorie und nicht auf einen einzigen verbindlichen Standard. Eine Palette mit einer Grundfläche von 1200 x 1000 mm kann EPAL 2 sein, kann sich aber auch in Konstruktion und Parametern unterscheiden. Im Plan müssen daher die Daten der konkreten Palette berücksichtigt werden, die in der jeweiligen Operation verwendet wird.

Wie die Anordnung von Paletten im Sattelauflieger und Container geplant wird

Nach der Planung einer einzelnen Palette muss das gesamte Transportmittel bewertet werden. Eine nützliche Entscheidungsfolge lautet: Ladungsdaten, Palettenformat und -anzahl, verfügbare Geometrie des Raums, Masse, Achslasten, Umschlagpunkte sowie Entladeart. So lassen sich Situationen erkennen, in denen eine auf der Palette richtige Anordnung nach dem Platzieren im Sattelauflieger oder Container unpraktisch ist.

Die Wahl des Transportmittels mit der höchsten Tragfähigkeit sollte keine automatische Antwort sein. Wenn das Volumen, die Höhe oder die unregelmäßige Form der Verpackungen die Grenze darstellen, kann die Anpassung der Paletten an den konkreten Laderaum entscheidend sein. Bei der Optimierung des Straßentransports müssen Varianten hinsichtlich Masse und tatsächlich belegtem Raum verglichen werden, aber auch hinsichtlich der Möglichkeit, die nächsten Lieferpunkte zu bedienen.

Freie Räume zwischen Paletten oder an den Wänden können manchmal lose Pakete aufnehmen. Sie sollten nicht allein deshalb gefüllt werden, weil sie im Plan sichtbar sind. Zusätzliche Verpackungen müssen hinsichtlich Stabilität, Zugriff beim Entladen, Übereinstimmung mit der Lieferreihenfolge und der Möglichkeit einer wirksamen Sicherung bewertet werden. In vielen Fällen ist ein verbleibender Spielraum sinnvoller als eine maximal enge, aber schwer zu sichernde oder zu handhabende Anordnung.

Der praktische Prozess der Ladeoptimierung

Ein wiederholbarer Prozess erleichtert die Vorbereitung eines Angebots, die Übergabe der Anweisung an das Lager und den Vergleich von Varianten auf derselben Datengrundlage. Methoden zur Optimierung der Transportkosten sollten nicht nur die Geometrie betreffen, sondern auch die Umsetzung des Plans in der tatsächlichen Operation.

  1. Standardisiere die Ladungsdaten. Für jeden Verpackungstyp Abmessungen, Masse, Stückzahl, zulässige Rotation und Stapelbarkeit erfassen.
  2. Wähle die Ladeeinheit. Prüfe die Anordnungen von Kartons oder Rollen auf einer konkreten Palette unter Berücksichtigung von Höhe, Stabilität und Massenverteilung.
  3. Wähle und vergleiche Transportvarianten. Verteile die Paletten im verfügbaren Raum des Sattelaufliegers, Containers oder Transporters und vergleiche anschließend Anordnungen gemischter Formate sowie die mögliche Nutzung freier Plätze.
  4. Überprüfe die betrieblichen Einschränkungen. Prüfe Masse, Achslasten, Stabilität, Zugriff auf die einzelnen Lieferungen, Umschlagpunkte sowie die erforderliche Ladungssicherung.
  5. Vergleiche die Gesamtkosten. Beurteile nicht nur das belegte Volumen, sondern auch die Anzahl und Art der Ladeeinheiten, die Lagerabwicklung, den Entladeablauf sowie das Risiko von Planänderungen während der Durchführung.
  6. Bewahre den akzeptierten Plan auf. Ein Betriebsdokument für Lager und Frachtführer reduziert Abweichungen zwischen der vorbereiteten Variante und der tatsächlichen Beladung.

Ein solcher Prozess hilft, die Verbesserung der Geometrieausnutzung von der Behauptung einer finanziellen Einsparung zu trennen. Eine bessere Anordnung kann die Voraussetzungen für eine günstigere Transportvariante schaffen, doch sie entscheidet nicht für sich allein über die endgültigen Kosten. Das Ergebnis hängt von den Bedingungen der konkreten Sendung und der Art ihrer Durchführung ab.

Die häufigsten Fehler und Planungsgrenzen

Der grundlegende Fehler besteht darin, ausschließlich auf Basis der Abmessungen zu planen. Die Masse der Verpackungen beeinflusst die Lastverteilung, die Stabilität der Ladeeinheit, die Stapelbarkeit und die Platzierung im Fahrzeug. Deshalb müssen Maß- und Gewichtsdaten gemeinsam analysiert werden.

Ein zweiter Fehler ist es, alle Paletten desselben Formats als identisch zu behandeln. Das betrifft insbesondere Paletten, die allgemein als Industriepaletten sowie Paletten mit einer Grundfläche von 1200 x 1000 mm bezeichnet werden. Der Name und die Grundflächenmaße ersetzen nicht die Daten zur Konstruktion oder zu den Parametern der konkreten Palette, die in der Sendung verwendet wird.

Ein Risiko entsteht auch dann, wenn der Plan die Route und die Entladefolge ignoriert. Eine Palette, die für eine frühere Auslieferung bestimmt ist, sollte nicht hinter Ware für einen späteren Empfänger unzugänglich sein. Ebenso ersetzt eine auf der Visualisierung korrekte Anordnung nicht die separate Kontrolle von Massegrenzen, Achslasten, Stabilität und Befestigungsart unter realen Transportbedingungen.

Wann sich eine Ladevisualisierung lohnt

Eine Visualisierung hilft, Varianten der Palettierung und der Warenverteilung zu vergleichen, bevor der Plan an Lager oder Frachtführer übergeben wird. Pallet3D läuft im Browser ohne Installation: Man kann Kartons oder Rollen mit Abmessungen und Gewicht eingeben, sie auf Paletten anordnen und die Paletten im Sattelauflieger, Container oder Transporter verteilen. Das Ergebnis ist in einer interaktiven 3D-Ansicht verfügbar, und der Plan kann als PDF exportiert werden. Die Visualisierung unterstützt die Bewertung der Geometrie, ersetzt aber nicht die Bestätigung von Massegrenzen, Achslasten, Stabilität oder Ladungssicherung.

Ladung in 3D planen

Kartonmaße eingeben, und Pallet3D zeigt die optimale Anordnung in interaktivem 3D - 5 Tage kostenlos.

Rechner starten →