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Wie viele Paletten passen in Motorwagen, Hängerzug und Sattelzug?

18 Europaletten im 7,2-m-Motorwagen, 36-38 im Hängerzug, 33 im Sattelzug - und warum die Nutzlast vor dem Boden endet.

Ein typischer Motorwagen mit 7,2 m Aufbau fasst 18 Europaletten in einer Lage, ein Hängerzug mit zwei Ladeeinheiten von je rund 7,7 m fasst 36-38, und ein Sattelzug mit 13,6 m fasst 33. Richtwerte für Paletten mit 1200 × 800 mm ohne Stapelung.

In diesem Artikel

  • Was außer der Geometrie zählt
  • Typische Werte
  • Stellplätze gegen Nutzlast

Was außer der Geometrie zählt

Der Fahrzeugname entscheidet nichts. Entscheidend ist die Geometrie des Laderaums und ob die Ware nicht nur physisch, sondern auch gewichtsmäßig passt. Zwei getrennte Fragen: wie viele Stellplätze sind erreichbar, und lässt die zulässige Nutzlast zu, sie alle zu nutzen.

Vergleiche Palettenanordnungen vor der Fahrzeugwahl mit dem Rechner für die Aufliegerbeladung. Weitere praktische Beispiele findest du im Ratgeber Transporter für 8, 10 und 12 Paletten – wie man Maße und Nutzlast prüft.

Das Trägerformat ändert die Reihenaufteilung: eine breitere Industriebasis steht zu zweit statt zu dritt in der Reihe. Die Standards und ihre Grundflächen stehen unter Palettenarten und Maße.

Typische Werte

FahrzeugTypische AufbaulängeEuropaletten 1200 × 800Paletten 1200 × 1000
Motorwagen (kurzer Aufbau)6,1-6,5 m15-1610
Motorwagen (langer Aufbau)7,2 m1812
Hängerzug2 × 7,7 m36-3824-26
Sattelzug13,6 m3326

Woher kommt der Wert für den langen Motorwagen? Bei einer Aufbaubreite von rund 2,45 m stehen drei Europaletten quer in einer Reihe (3 × 800 mm = 2400 mm), und 7,2 m Länge nehmen sechs Reihen zu 1200 mm auf. Drei mal sechs ergibt 18 Stellplätze. Dieselbe Logik auf eine andere Aufbaulänge angewandt ändert das Ergebnis sofort - deshalb nennt die Tabelle Spannen.

Stellplätze gegen Nutzlast

Stellplätze beschreiben den Boden. Die zweite, oft engere Grenze ist die Nutzlast: Motorwagen der gängigen Gewichtsklassen fahren grob 2-3 Tonnen bis in den unteren zweistelligen Bereich, ein Sattelzug meist rund 24 Tonnen. Diese Werte hängen von Konfiguration und Aufbau ab und gehören aus den Papieren bestätigt.

Die praktische Folge: Bei schwerer Ware ist die volle Bodennutzung oft unmöglich. Je schwerer die Einzeleinheit, desto häufiger bestimmt die Masse und nicht die Geometrie die Palettenzahl.

Zählen ohne Raten

  • Den genauen Palettentyp festlegen, nicht nur den Grundriss.
  • Die Laderaummaße des Fahrzeugs messen oder bestätigen.
  • Die Reihenaufteilung aufzeichnen und auf Kollisionen prüfen.
  • Das Ladungsgewicht gegen die Nutzlast stellen.
  • Bei unterschiedlichen Maßen oder Gewichten die Varianten getrennt rechnen.

Beispiel: gleiche Palettenzahl, anderes Ergebnis

Angenommen, die Sendung sind 18 Europaletten zu je 700 kg, zusammen 12,6 Tonnen. Auf einem langen Motorwagen passen sie geometrisch aufs Stück, aber bei einer Nutzlast von 5-6 Tonnen nimmt das Fahrzeug höchstens 7 bis 8 davon mit. Das Gewichtslimit schließt eine Variante aus, die auf dem Papier perfekt aussieht.

Dieselbe Ladung im Sattelzug belegt etwas mehr als die Hälfte der Stellplätze und lässt reichlich Nutzlast frei. Im Hängerzug passt sie problemlos, muss aber auf zwei Ladeeinheiten verteilt und in der Entladereihenfolge geplant werden.

Die häufigsten Fehler

Den Palettenstandard mit dem Grundriss verwechseln. Nur Stellplätze zählen und die Masse ignorieren: achtzehn Paletten zu 700 kg sind 12,6 Tonnen, mehr als ein großer Teil der Motorwagen mitnimmt. Und Ergebnisse zwischen Motorwagen, Hängerzug und Sattelzug übertragen, ohne die Maße des konkreten Aufbaus zu bestätigen.

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